Gewalttaten und Vandalismus gegen Tesla-Fahrzeuge sind in den USA seit Monaten als Protestform gegen Tesla-Chef und Trump-Berater Elon Musk bekannt. Nun gibt es auch in Rom einen ähnlichen Verdachtsfall: Auf dem Gelände eines Tesla-Händlers in Italiens Hauptstadt ist in der vergangenen Nacht ein Brand ausgebrochen.
Insgesamt 17 Elektroautos seien von den Flammen betroffen und teils schwer beschädigt worden, teilt die italienische Feuerwehr mit. Auf Fotos in den sozialen Medien waren auch komplett ausgebrannte Fahrzeuge zu sehen. Der Brand war um 4.30 Uhr ausgebrochen, die Flammen konnten im Laufe des Tages gelöscht werden.
Das Gebäude des Showrooms, in dem einige Teslas abgestellt waren, wurde ebenfalls beschädigt, wie die Feuerwehr weiter mitteilt. Die Ursache für den Brand ist bislang unklar. Die Ermittlungen laufen. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldet, werde derzeit in alle Richtungen ermittelt. Brandstiftung wird demnach nicht ausgeschlossen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf Insider, die Ermittler prüften, ob linke Aktivisten den Brand gelegt haben könnten.
Musk spricht von »Terrorismus«
Elon Musk bezeichnete das Feuer auf seiner Plattform X als »Terrorismus«, äußerte sich aber nicht weiter dazu. Vor wenigen Tagen hatte die US-Bundespolizei FBI mitgeteilt, sie verfolge Anschläge gegen Tesla als »inländischen Terrorismus«.
Zuletzt waren an verschiedenen Orten in den USA immer wieder Fahrzeuge der Marke aus Protest angezündet worden. Auch in Berlin brannten vor einer Woche vier Teslas. Andere Attacken richteten sich auch gegen Händler sowie Ladestationen für E-Autos von Tesla.
Die Protestaktionen und der Vandalismus gelten vorrangig Musk. Der Milliardär nimmt in der Trump-Regierung eine Schlüsselrolle ein und setzt ohne politisches Mandat mit der Doge-Behörde einen Kahlschlag im amerikanischen Staatsapparat durch. Sein Vorgehen ist hochumstritten, Popularität und Verkäufe seiner Elektroautomarke sind in den USA wie in Europa massiv geschrumpft.
Zerstörte Autos auf dem Gelände des Händlers
Foto: Alessandra Tarantino / AP / dpa