Der Hollywood-Drehbuchautor Roberto Orci ist im Alter von 51 Jahren gestorben. Er sei am Dienstag in seinem Zuhause in Los Angeles einer Nierenerkrankung erlegen, bestätigte sein Manager Mike De Trana der »Los Angeles Times« .
Zu den bekanntesten Arbeiten des 1973 in Mexiko geborenen Orci zählt die Mitarbeit an den Drehbüchern für die 2009, 2013 und 2016 erschienenen »Star Trek«-Kinofilme. Auch an Blockbustern aus der »Transformers«-Reihe oder der Fernsehserie »Alias« wirkte er mit, daneben produzierte er Serien wie »Fringe: Grenzfälle des FBI« und »Hawaii Five-O«. Die Fantasyserien »Xena: Die Kriegerprinzessin« und »Hercules« in den späten Neunzigerjahren waren seine Anfänge in der Fernsehproduktion.
Orci sei ein visionärer Geschichtenerzähler mit einem »grenzenlosen Herzen und einer wundervollen Seele« gewesen, heißt es in einer Stellungnahme seines Bruders J.R. Orci, die mehreren US-Medien vorlag. »Aber jenseits seines kreativen Talents war er ein mitfühlender Freund, der sein Leben auf Eis legte, um einem Fremden zu helfen, und in seinem Zuhause einen Platz für den am meisten übersehenen Welpen im Tierheim zu finden.«
»Ruhe in Frieden, Kumpel«, nahm der Schauspieler und »Star Trek«-Weggefährte Karl Urban in einer Instagram-Story Abschied. Sein herzliches Beileid gelte der Familie und geliebten Menschen von »Bob« Orci.
Orci arbeitete häufig zusammen mit Alex Kurtzman, den er im Filmkurs an der Crossroads School for Arts & Sciences kennengelernt hatte. Mit dem Drehbuch für den ersten »Transformers«-Film landeten Kurtzman und Orci einen Volltreffer: Der Actionfilm aus dem Jahre 2007 spielte über 700 Millionen Dollar weltweit ein. Für den Nachfolgefilm »Transformers – Die Rache« erhielten die beiden allerdings den Schmähpreis Goldene Himbeere für das schlechteste Drehbuch.
Mehrfach arbeiteten Orci und Kurtzman gemeinsam mit dem Regisseur J.J. Abrams. Sie unterstützten ihn bei der TV-Serie »Alias« und erarbeiteten gemeinsam »Fringe«. Auch als Abrams den Sprung ins Kino wagte, verließ er sich auf das Drehbuch-Duo – in Filmen wie »Mission: Impossible III« und dem hochgelobten »Star Trek«-Reboot, das 2009 begann.
Nach Angaben des Branchenportals »Deadline« hinterlässt Orci neben seinen Eltern und Geschwistern auch einen Hund namens Bogey. 2024 war Orci mit gerichtlichen Auseinandersetzungen mit seiner getrennt lebenden Ehefrau, der Schauspielerin Adele Heather Taylor, in die Schlagzeilen geraten.
TV-Serie »Fringe«: Erdacht von Orci, Kurtzman und Abrams
Foto: Liane Hentscher / AP / picture allianceDrehbuchduo Orci und Kurtzman: Kannten sich seit Schulzeiten
Foto: Matt Sayles / APSzene aus »Transformers – Die Rache«: Geschmähtes Drehbuch
Foto: Mary Evans / AF Archive / Dreamworks / picture alliance